Generalkonsulat der Ukraine in Frankfurt am Main

, Kyiv 07:21

Historiker- und Intellektuellen-Gespräch zum Thema "Wie enden Kriege? Vom Friedensvertrag von Brest-Litowsk bis heute" fand in Berlin statt

08 Dezember 2017, 21:44

Historiker- und Intellektuellen-Gespräch zum Thema "Wie enden Kriege? Vom Friedensvertrag von Brest-Litowsk bis heute" fand in Berlin statt

Am 8.Dezember fand im Hause der Botschaft der Ukraine in Berlin das Historiker- und Intellektuellen-Gespräch zum Thema "Wie enden Kriege? Vom Friedensvertrag von Brest-Litowsk bis heute" statt. An dem Gespräch nahmen Prof. Dr. Gerhard Simon, Professor für Osteuropäische Geschichte an der Universität zu Köln, Prof. Dr. Rudolf A. Mark (Universität Hamburg Helmut-Schmidt-Universität – Universität der Bundeswehr Hamburg), Marieluise Beck, MdB a.D., (Zentrum Liberale Moderne, Berlin), Enrico Seewald (Forschungsverbund SED-Staat, Freie Universität Berlin), sowie populärer ukrainischer Schriftsteller und Buchautor Andrej Kurkow teil.

Im Rahmen der Veranstaltung wurde der vom deutschen Bild- und Filmamt 1918 produzierte Dokumentarfilm "Der erste Friedensvertrag des Weltkrieges" (Produktionsfirma GankaFilm) präsentiert, der im deutschen Bundesarchiv nach fast 100 Jahren wiederentdeckt wurde. Seinen wissenschaftlichen Input zum Film gab Oleksandr Kutscheruk, Direktor des Museums der Ukrainischen Revolution 1917-1921. Die brillante Moderation des Gesprächs lieferte der populäre Berliner Experte für Osteuropageschichte der DGAP, Programmmitarbeiter des Robert Bosch-Zentrums für Mittel- und Osteuropa, Russland und Zentralasien Wilfried Jilge.

 Im Laufe der Veranstaltung konnten die Gäste die Grafikausstellung "ARMY DOODLE" von Oleksandr Smirnov besichtigen. Die Grafikserie stellt unterbewusste Reflexionen dar, die durch die militärische Erfahrung der Jahre 2014 bis 2017 entstanden sind. Der träge Fluss des Seins, die deutliche Sicht der Perspektiven werden von einer tektonischen Verschiebung plötzlich unterbrochen. Die Welt, die einen umgibt, scheint dieselbe zu sein, doch man hat in ihr einen ganz anderen Platz. Es sind andere Menschen, Beziehungen, Aufgaben und Perspektiven. Oleksandr Smirnov ist seit 2002 Mitglied des Künstler-Verbandes der Ukraine. Seit 1997 nimmt er an internationalen Ausstellungen teil. Seine Werke befinden sich im Museum für moderne Kunst der Ukraine sowie in privaten Sammlungen in der Ukraine, in Deutschland und in den Niederlanden.